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Philosophie

 

Wir glauben, dass Oper sehr wohl eine heutige, aufregende und im besten Wortsinn unterhaltende Kunstform sein kann. Wir versuchen in unseren Produktionen Geschichten zu erzählen, die das Leben in all seiner Fülle zeigen: Schön und hässlich, lustig und grausam, obszön und traurig - aber niemals langweilig.

 

Im Mittelpunkt unserer Produktionen steht der singende Darsteller auf der Bühne: Nicht das Bühnenbild, nicht schicke Kostüme oder ausgefallene technische Effekte, sondern der Mensch mit seinen Leidenschaften, seinen Gefühlen und Absichten.

 

Die Vorstellung von "Oper" ist bei den meisten Menschen untrennbar verbunden mit einer gewissen zeremoniellen Feierlichkeit, symbolisiert durch den sprichwörtlichen roten Vorhang. Wir glauben, dass diese Erwartungshaltung die Menschen daran hindert, unvoreingenommen die Vorstellung zu genießen und sie kreativ mitzuerleben. Daher spielen wir vorzugsweise an Orten, die nicht in dieser Weise vorbelastet sind. Wir suchen für unsere Produktionen nach Orten, die von sich aus jene Athmosphäre haben, die das Stück braucht, das wir spielen.

 

Aus demselben Grund spielen wir auch hauptsächlich weitgehend unbekannte, zeitgenössische Werke, die nicht von Aufführungspraxis überfrachtet sind. Aber auch "klassische" Werke können in einem neuen "räumlichen" Kontext zu überraschenden Ergebnissen führen. Die künsterischen Mittel, die wir einsetzen, entwickeln wir jeweils aus der intensiven Befragung der Werke. Einer bestimmten ästhetischen Richtung folgen wir nicht. Wir sind offen für alle Formen der Musik und Darstellenden Kunst, je nachdem was das Stück verlangt.

 

Das Ziel unserer Arbeit ist, dem Publikum einen Abend der Bezauberung und der Schönheit zu schenken, und die Auseinandersetzug mit Leidenschaft und Schmerz. Die wichtigste Person unserer Arbeit ist der Zuschauer.